Energie Macht Politik: Die wichtigen Entscheidungen der letzten Jahre im Energiesektor waren ausnahmslos durch den politischen Willen getrieben. Sowohl im positiven wie im negativen Sinne wurden Technologien politisch gefördert, geduldet oder verdammt. Es ist letztendlich die politische Macht, die über den Bau und die Rahmenbedingungen von Energie- technologien bestimmt. Auf der anderen Seite zeigt das magere Ergebnis der COP15 Konferenz in Kopenhagen die Ohnmacht der Politik, wenn es um ganzheitliche Lösungen geht, die alle betreffen. Der Copenhagen Accord schreibt als Grenzwert für eine maximale globale Erwärmung die von dem Weltklimarat geforderten 2°C fest – in der Hoffnung, dass die globale Erwärmung damit beherrschbar bleibe. Doch wie machtlos klingt es, wenn die Politik die Wirkungen beschließen möchte ohne sich über die zielführenden Maßnahmen zu einigen? Die Maßnahmen sind das Einzige, was es zu beschließen gilt, die Wirkungen stellen sich entsprechend ein.
Energie macht Politik: Auf der anderen Seite zählt die Energiebranche zu den Einflussreichsten. Energie schafft die Voraussetzung für unser modernes Leben, dessen Annehmlichkeiten wir sehr zu schätzen gelernt haben. Die Energiebranche und auch die Energienutzer -das heißt wir alle- setzen im Zuge des demokratischen Gestaltungsprozesses den energiepolitischen Handlungsrahmen. Mit demselben Recht könnte man die Satzstellung umkehren: Politik macht Energie.
Entlang dieser Interpretation des Leitthemas werden wir bei den Energy Talks Ossiach 2010 das Themenfeld aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, die konfliktären Ansätze identifizieren und konkrete Initiativen eröffnen.
Dr.-Ing. Albrecht Reuter Wissenschaftlicher Leiter der Energy Talks Ossiach
KommR. Ing. Otto Musilek Wissenschaftlicher Leiter der Energy Talks Ossiach |